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Zico

Zico

Zico (
- 3. März 1953 in Rio de Janeiro; eigentlich Artur Antunes Coimbra) ist ein ehemaliger brasilianischer Fußballspieler und heute der Trainer der japanischen Fußball-Nationalmannschaft. Zico wurde der weiße Pele genannt und war einer der populärsten Spieler Brasiliens der 1970er und 1980er Jahre. Spielte lange bei Flamengo. Wie Pelé trug er im Verein wie in der Nationalmannschaft die legendäre Nummer 10. Sein internationaler Stern ging bei der Fußballweltmeisterschaft 1978 in Argentinien auf, jedoch stand er hier noch im Schatten seines Vorgängers in der zentralen Mittelfeldposition Roberto Rivelino. Brasilien wurde WM-Dritter, doch Zico saß im Spiel um den dritten Platz nur auf der Ersatzbank. Zur Fußballweltmeisterschaft 1982 in Spanien fuhr er dann als weltbester Mittelfeldregisseur der damaligen Zeit und Brasilien galt als WM-Favorit. Zico erzielte zwar vier Tore und bezwang den Titelverteidiger Argentinien mit 3:1, doch im entscheidenden Spiel der zweiten Finalrunde war Brasilien mit 2:3 dem späteren Weltmeister Italien unterlegen. Bei der Fußballweltmeisterschaft 1986 in Mexiko war Zico zwar immer noch einer der besten Spieler der Welt, hatte seinen Zenit jedoch überschritten. Verletzungsbedingt fehlte er in den meisten Spielen und wurde nur noch zu Kurzeinsätzen eingewechselt. Doch konnte er im dramatischen Viertelfinalspiel gegen Frankreich auch keine Wende herbeiführen. In der 72. Minute für Müller eingewechselt, scheiterte er in der 82. Minute per Elfmeter an Joel Bats und verlor letztendlich wieder ein wichtiges Spiel - wenn auch erst im Elfmeterschießen. Der neben Michel Platini und Diego Armando Maradona weltbeste Mittelfeldspieler seiner Zeit beendete seine Karriere ohne Weltmeistertitel 1990 zum ersten Mal und arbeitete für kurze Zeit im brasilianischen Sportministerium, um kurz darauf als Aktiver zu den Kashima Antlers in die japanische J. League zu gehen. 1994 wechselte er auf die Trainerbank und wurde Technischer Direktor von Kashima. Mit Zico schaffte Kashima dauerhaft den Aufstieg von der zweiten in die japanische erste Liga, weshalb diese kleine Stadt schließlich auch ein Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 wurde. Nach dieser WM übernahm Zico den Trainerposten der japanischen Nationalmannschaft vom Franzosen Philippe Troussier, der das vorher drittklassige Team bis ins Achtelfinale geführt hatte. Zico, der kein Japanisch spricht, konnte den hohen Erwartungen der japanischen Öffentlichkeit bisher dennoch gerecht werden, unter anderem mit mehreren Kantersiegen in der asiatischen Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Zico Zico Zico Kategorie:Fußballtrainer Zico ja:ジーコ

3. März

Der 3. März ist der 62. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 63. in Schaltjahren) - somit bleiben 303 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1803 - Zar Alexander I. stellt den Gutsbesitzern frei, Leibeigene in den Stand freier Ackerbauern zu entlassen.
- 1849 - Zachary Taylor wird als 12. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt.
- 1857 - Frankreich und Großbritannien erklären dem Kaiserreich China den Krieg (Zweiter Opiumkrieg).
- 1871 - Deutschland. Wahlen zum ersten Deutschen Reichstag in Berlin.
- 1878 - Der Frieden von San Stefano beendete die Balkankrise der Jahre 1876-1878. Bulgarien gewinnt Unabhängigkeit vom Osmanisches Reich wieder.
- 1904 - Die Tonaufzeichnungszylinder Thomas Edisons verwendend, ist Kaiser Wilhelm II. die erste Person, die eine Klangaufzeichnung von einem politischen Dokument macht.
- 1905 - Der russische Zar Nikolaus II. stimmt der Schaffung einer gewählten Volksvertreterversammlung, der Duma, zu.
- 1918 - Deutscher Diktatfrieden von Brest-Litowsk mit Russland.
- 1924 - Die Türkei beschließt die Abschaffung des Kalifats.
- 1931 - The Star-Spangled Banner wird die offizielle Nationalhymne der USA.
- 1933 - Der Führer der KPD, Ernst Thälmann, wird verhaftet.
- 1945 - Alliierte Flugzeuge werfen versehentlich Bomben auf Basel und Zürich und auf ein Wohnviertel von Den Haag (500 Todesopfer)
- 1945 - Das bisher neutrale Finnland erklärt den Achsenmächten den Krieg
- 1980 - In Kanada tritt Premierminister Charles Joe Clark zurück.
- 1991 - Fast 78 % der Bürger Estlands sind für die Wiederherstellung der Unabhängigkeit
- 1991 - Lettland. Volksabstimmung über Unabhängigkeit von der Sowjetunion
- 1991 - Miguel Trovoada wird Staatspräsident in São Tomé und Príncipe
- 1992 - Georgien wird Mitglied im Schwarzmeerkooperationsrat
- 1992 - Kasachstan wird Mitglied in EAPR (Euro-Atlantischer Partnerschaftsrat)
- 1992 - In Bosnien und Herzegowina wird Alija Izetbegović wird Staatspräsident.
- 1997 - Japan. Störfall in einem Kernkraftwerk Nähe Tokio. Mehrere Mitarbeiter werden verstrahlt.
- 2002 - Das Stimmvolk Wähler in der Schweiz entscheiden sich knapp für einen Beitritt der Schweiz zu den Vereinten Nationen.

Wirtschaft


- 1885 - Die American Telephone and Telegraph Corporation (AT&T) wird gegründet, um das erste Fernsprechnetz der USA zu betreiben.

Wissenschaft, Technik


- 1972 - Die Raumsonde Pioneer X wird gestartet.

Kultur


- 1671 - In Paris wird die Nationaloper (Académie) mit der ersten Oper in französischer Sprache - "Pomone" von Robert Cambert eröffnet.
- 1734 - Uraufführung der Oper Circe von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.
- 1875 - Uraufführung der Oper Carmen von Georges Bizet an der Opéra-Comique in Paris.

Religion


- 357 - Reliquien des Apostel Andreas und des Evangelisten Lukas werden nach Konstantinopel gebracht.

Katastrophen


- 1974 - Kurz nach dem Start vom Pariser Flughafen Orly verunglückt eine McDonnell Douglas DC-10 der Turkish Airlines. 346 Tote
- 2002 - Ein Erdbeben der Stärke 7,4 in der afghanischen Region Hindu Kush fordert 166 Todesopfer.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1999 - Der Schwergewichts-Weltmeisterschaftskampf im Boxen zwischen Lennox Lewis und Evander Holyfield endet Unentschieden, obwohl Lewis eindeutig besser war.
- 2005 - Steve Fossett beendet im Global Flyer nach gut 70 Stunden den ersten Non-Stop Soloflug um die Welt.

Geboren


- 1667 - Jakob Heinrich Graf von Flemming, brandenburgischer Heerführer und Staatsmann
- 1700 - Charles Joseph Natoire, französischer Maler
- 1709 - Andreas Sigismund Marggraf, deutscher Chemiker
- 1756 - William Godwin, britischer Schriftsteller
- 1795 - Gustav Harkort, deutscher Unternehmer. Bankier und Eisenbahnpionier
- 1804 - Johann Philipp Abresch, deutscher Demokrat
- 1805 - Jonas Furrer, schweizerischer Politiker (erster Schweizer Bundespräsident)
- 1811 - Hugo von Ritgen, deutscher Architekt
- 1822 - Bernhard Hammer, schweizerischer Politiker
- 1826 - George B. McClellan, Oberkomandierender der Unionsstreitkräfte im US-amerikanischen Bürgerkrieg
- 1829 - Carl von Siemens, deutscher Industrieller und Bruder von Werner von Siemens
- 1845 - Georg Cantor, deutscher Mathematiker
- 1847 - Alexander Graham Bell, Sprechtherapeut, Erfinder und Großunternehmer
- 1849 - Leonhard Tietz, deutscher Kaufmann jüdischer Abstammung
- 1863 - Arthur Machen, Autor phantastischer Geschichten zu Beginn des 20. Jahrhunderts
- 1867 - Gustav Strube, US-amerikanischer Komponist
- 1870 - Géza Maróczy, ungarischer Schachspieler
- 1874 - Karl Scharfenberg, deutscher Eisenbahningenieur
- 1883 - Sir Cyril Lodowic Burt, britischer Psychologe
- 1891 - Arthur Drewry, britischer Fußballfunktionär
- 1895 - Matthew Ridgway, US-amerikanischer General
- 1895 - Ragnar Anton Kittil Frisch, norwegischer Nationalökonom
- 1900 - Fritz Rotter, österreichischer Autor und Komponist
- 1901 - Gino Cervi, italienischer Filmschauspieler
- 1906 - Barney Bigard, US-amerikanischer Jazz-Klarinettist
- 1911 - Jean Harlow, US-amerikanische Schauspielerin
- 1912 - Klaus Gysi, Minister für Kultur und Staatssekretär für Kirchenfragen der DDR
- 1914 - Asger Jorn, dänischer Künstler
- 1917 - Will Eisner, amerikanischer Comic-Zeichner
- 1918 - Arthur Kornberg, US-amerikanischer Biochemiker
- 1918 - Fritz Thiedemann, deutscher Springreiter, Landwirt und Unternehmer
- 1920 - James Doohan, US-amerikanischer Schauspieler (»Scotty«)
- 1921 - Paul Guimard, französischer Schriftsteller
- 1922 - Kazimierz Serocki, polnischer Komponist
- 1924 - Johnson Thomas Umurakwe Aguiyi-Ironsi, nigerianischer Oberbefehlshaber der Armee
- 1924 - Ottmar Walter, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1926 - Heinz Knobloch, deutscher Schriftsteller
- 1927 - Junior Parker, US-amerikanischer Sänger
- 1927 - Pierre Aubert, schweizerischer Politiker
- 1928 - Gudrun Pausewang, deutsche Schriftstellerin
- 1930 - Heiner Geißler, deutscher Politiker
- 1933 - Gerhard Mayer-Vorfelder, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes
- 1934 - Jimmy Garrison, US-amerikanischer Jazz-Bassist
- 1935 - Hans Sturm, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1935 - Schelju Schelew, bulgarischer Politiker und Staatspräsident
- 1937 - Bobby Driscoll, US-amerikanischer Schauspieler
- 1938 - Bruno Bozzetto, italienischer Cartoon Animator
- 1939 - Ariane Mnouchkine, französische Schauspielerin
- 1940 - Dunja Rajter, kroatische Sängerin
- 1940 - Horst Schmidbauer, deutscher Politiker und MdB
- 1940 - Vivi Bach, dänische Sängerin, Schauspielerin, TV-Moderatorin und Schriftstellerin
- 1942 - Mike Pendergast, britischer Musiker
- 1943 - Ivo Vajgl, Außenminister der Republik Slowenien
- 1944 - Jance Garfat, US-amerikanischer Musiker
- 1947 - Dave Mount, britischer Musiker
- 1947 - Jennifer Warnes, US-amerikanische Sängerin
- 1947 - Johnny Tame, deutscher Musiker
- 1948 - Frank W. Abagnale, US-amerikanischer Hochstapler und Scheckbetrüger
- 1949 - Roberta Alexander, US-amerikanische Sopranistin
- 1950 - Karl Goldammer, österreichischer Maler
- 1952 - Wolfgang Kubicki, deutscher Politiker
- 1953 - Dagmar Freitag, deutsche Politikerin
- 1953 - Josef Winkler, österreichischer Schriftsteller
- 1953 - Zico, brasilianischer Fußballspieler, Trainer der japanischen Fußball-Nationalmannschaft
- 1954 - Christopher Hughes, britischer Musiker
- 1956 - Zbigniew Boniek, polnischer Fußballspieler
- 1958 - Miranda Richardson, britische Schauspielerin
- 1960 - Andreas Thiel, deutscher Handballspieler
- 1962 - Jackie Joyner-Kersee, US-amerikanische Leichtathletin
- 1969 - Tilman Günther, deutscher Schauspieler
- 1974 - David Faustino, US-amerikanischer Schauspieler
- 1975 - Johanna Wokalek, deutsche Schauspielerin
- 1977 - Ronan Keating, irischer Musiker
- 1979 - Anton Weste, deutscher Roman- und Spieleautor
- 1981 - Arash Miresmaeili, iranischer Judoka
- 1982 - Jessica Biel, US-amerikanische Schauspielerin
- 1983 - Sarah Poewe, Schwimmerin mit südafrikanisch-deutscher Nationalität
- 1986 - Stacie Orrico, US-amerikanische Sängerin

Gestorben


- 116 - Alexander I., in Rom; Papst seit 106
- 1033 - Kunigunde (HRR), war die Gemahlin Kaiser
- 1554 - Johann Friedrich I. (Sachsen), Kurfürst und Herzog von Sachsen
- 1605 - Ippolito Aldobrandini, Papst
- 1605 - Clemens VIII., Papst von 1592 bis 1605
- 1616 - Matthias de L'Obel, Botaniker und Leibarzt von James I. von England
- 1703 - Robert Hooke, englischer Physiker, Mathematiker und Erfinder
- 1706 - Johann Pachelbel, deutscher Komponist
- 1714 - Hans Carl von Carlowitz, deutscher Forstwissenschaftler
- 1732 - Francis Atterbury, englischer Bischof von Rochester
- 1761 - Tobias Wasnack, Laienbruder des Franziskanerordens im Kloster zu Wien
- 1780 - Joseph Highmore, britischer Maler
- 1797 - Yves Joseph de Kerguelen de Trémarec, französischer Seefahrer und Entdecker
- 1806 - Heinrich Christian Boie, evangelischer Theologe
- 1823 - François de Beauharnais, Adeliger
- 1824 - Giovanni Battista Viotti, italienischer Violinist und Komponist
- 1838 - John Stevens, Schatzmeister von New Jersey
- 1848 - Heinrich Olivier, deutscher Maler
- 1851 - Alexander Alexandrowitsch Aljabjew, russischer Komponist
- 1859 - Johann Günther Friedrich Cannabich, deutscher Geograf, Pfarrer und Pädagoge
- 1871 - Michael Thonet, deutscher Tischlermeister und Industrieller
- 1882 - Ludwig Kalisch, deutscher Schriftsteller
- 1890 - Adalbert von Bredow, preußischer Generalleutnant
- 1900 - Franz Heinrich Reusch, katholischer Theologe und alt-katholischer Kirchenhistoriker
- 1900 - Ludwig Purtscheller, Bergsteiger, Lehrer
- 1915 - Frederick Winslow Taylor, US-amerikanischer Ingenieur
- 1921 - Petrus Josephus Hubertus Cuypers, holländischer Architekt
- 1922 - Der Hauptmann von Köpenick, deutsch-luxemburgischer Schuhmacher
- 1922 - Friedrich Wilhelm Voigt, deutsch-luxemburgischer Schuhmacher und Hochstapler
- 1927 - Michail Petrowitsch Arzybaschew, russischer Schriftsteller
- 1931 - Otto Reutter, deutscher Komiker
- 1932 - Eugen d'Albert, deutscher Komponist
- 1937 - Amelia Earhart, US-amerikanische Pilotin
- 1958 - Theodor Kramer, österreichischer Lyriker
- 1958 - Wilhelm Zaisser, Minister für Staatssicherheit in der DDR
- 1959 - Lou Costello, US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Comedian
- 1961 - Paul Wittgenstein, österreichischer Pianist
- 1965 - Faruq I., König von Ägypten 1936 bis 1952
- 1967 - Heinrich Wilper, deutscher Politiker und MdB
- 1974 - Carl Jacob Burckhardt, schweizerischer Historiker, Schriftsteller und Diplomat
- 1974 - Ludwig Grote, deutscher Kunsthistoriker
- 1975 - Otto Winzer, Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR
- 1975 - Therese Giehse, deutsche Schauspielerin
- 1978 - Otto Steinert, deutscher Fotograf
- 1982 - Georges Perec, französischer Schriftsteller
- 1982 - Sepp Bradl, österreichischer Skispringer und Sprungtrainer
- 1983 - Arthur Koestler, englischer Schriftsteller
- 1983 - Hergé, belgischer Comic-Autor und Zeichner
- 1984 - Heinrich Kirchner, deutscher Bildhauer
- 1987 - Danny Kaye, US-amerikanischer Schauspieler, Komiker und Sänger
- 1988 - Sewall Wright, US-amerikanischer Biologe, Genetiker
- 1990 - Bruno Bettelheim, US-amerikanischer Psychologe
- 1994 - Roman Haubenstock-Ramati, Komponist
- 1996 - Léo Malet, französischer Krimi-Schriftsteller
- 1996 - Marguerite Duras, französische Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin
- 1999 - Gerhard Herzberg, kanadischer Chemiker und Physiker
- 2000 - Otto Grünmandl, österreichischer Kabarettist und Schriftsteller
- 2002 - Hans-Georg Gadamer, deutscher Philosoph
- 2003 - Goffredo Petrassi, italienischer Komponist
- 2003 - Horst Buchholz, deutscher Schauspieler
- 2003 - Peter Smithson, britischer Architekt
- 2005 - Rinus Michels, niederländischer Fussballtrainer

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag in Bulgarien

Siehe auch


- 2. März - 4. März
- 3. Februar - 3. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0303 ja:3月3日 ko:3월 3일 simple:March 3 th:3 มีนาคม

1953

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Philipp Etter wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Sowjetunion gibt der Volksrepublik China die Tschangtschun-Eisenbahn zurück
- 1. Januar: Die DDR erklärt das neue Jahr offiziell zum Karl-Marx-Jahr
- 1. Januar: Ausrufung der Republik Malediven
- 30. Januar: Spanien wird Mitglied in der UNESCO
- 1. März: Sendebeginn von Radio Liberty (damals: Radio Liberation)
- 6. März: Erster Staatsbesuch des Kanzlers Konrad Adenauer in den USA
- 9. März: In Moskau wird der verstorbene Staatschef Josef Stalin an der Seite von Staatsgründer Lenin im Beisein von etwa 1,5 Millionen Menschen beigesetzt
- 18. März: Der Deutsche Bundestag in Bonn verabschiedet das deutsch-israelische Wiedergutmachungsabkommen
- 1. Mai: Nepal wird Mitglied in der UNESCO
- 3. Mai: Die Deutsche Welle nimmt ihren Sendebetrieb auf
- 7. Mai: Vorzeitige Haftentlassung für den ehemaligen Heeresgruppenkommandeur Erich von Manstein
- 2. Juni: Krönung von Königin Elisabeth, der Zweiten in der Westminster Abbey
- 14. Juni: In Kolumbien wird Präsident Laureano Gómez Castro von einer Militärjunta gestürzt
- 17. Juni: Volksaufstand in der DDR
- 19. Juni: Die deutschstämmigen Ethel und Julius Rosenberg werden wegen Atomspionage in den USA hingerichtet
- 27. Juni: Libysch-Arabische Dschamahirija wird Mitglied in der UNESCO
- 1. Juli: Die Bundesrepublik Deutschland hebt den Visumzwang für einreisende Besucher aus Mitgliedsstaaten des Europarates auf
- 7. Juli: Chile wird Mitglied in der UNESCO
- 26. Juli: Kuba. Eine Guerillatruppe unter der Führung des Rechtsanwalts Fidel Castro unternimmt einen (fehlgeschlagenen) Angriff auf die Moncada-Kaserne von Santiago de Cuba
- 27. Juli: Ende des Koreakriegs
- 1. August: Gründung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung
- 17. August: Gründungstreffen von Narcotics Anonymous (Selbsthilfegemeinschaft für Drogensüchtige) in Los Angeles, USA
- 21. August: Malediven. Wiederherstellung des Sultanats
- 6. September: Afghanistan. Mohammad Daud („Roter Prinz“) wird Premierminister
- 14. Oktober: Im Grenzverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden wird kein Visum mehr benötigt
- Kurt Sieveking löst mit dem Hamburg Block, einem Wahlbündnis von CDU, FDP und Deutscher Partei die Regierung von Max Brauer ab und wird neuer Erster Bürgermeister

Wirtschaft


- 2. Januar: Volkswagen senkt die Preise für den VW Käfer von 4.400 DM auf 4.200 DM
- 1. März: Gründung von Burson-Marsteller, heute eine der weltweit größten Agenturen für Public Relations
- 17. Dezember: Die Kokerei Hassel, Deutschlands erster Kokereineubau nach dem Krieg, wird in Betrieb genommen

Wissenschaft und Technik


- Eugene Aserinsky und Nathaniel Kleitman entdecken an der University of Chicago den REM-Schlaf
- 25. April: Francis Crick und James Watson veröffentlichen ihre Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA in Nature 171 unter dem Titel Molecular Structure of Nucleic Acids: A Structure for Deoxyribose Nucleic Acid
- 12. August: Die Sowjetunion zieht mit der Zündung einer Wasserstoffbombe im Rüstungswettlauf mit den USA gleich

Kultur


- 3. Januar: Uraufführung des Theaterstücks En attendant Godot (Warten auf Godot) von Samuel Beckett in Paris
- 19. Januar: Uraufführung des Musicals Wonderful Town von Leonard Bernstein im Shubert Theater in New Haven
- 25. Februar: Uraufführung des Musicals Wonderful Town von Leonard Bernstein in New York
- 9. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Vereinigte Staaten von Amerika
- 4. Mai: Uraufführung der Oper Irmelin von Frederick Delius im New Theatre in Oxford
- 7. Mai: Uraufführung des Musicals Can-Can von Cole Porter im Schubert Theater in New York
- 25. Mai: Uraufführung der Oper The Harpies von Marc Blitzstein in New York
- 26. Mai Auf dem vom Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) organisierten Köner 'Neuen Musikfest werden erstmals Kompositionen von Robert Beyer und Herbert Eimert präsentiert, die im 1952 gegründeten Studio für elektronische Musik in Köln entstanden sind
- 23. Juni: Uraufführung der Oper Die Dekabristen von Juri Alexandrowitsch Schaporin am Bolschoi-Theater in Moskau
- 17. August: Uraufführung der Oper Der Prozeß von Gottfried von Einem bei den Salzburger Festspielen
- 25. Dezember: Uraufführung der Oper Sevil von Fikrät Ämirov in Baku
- Nikolaus Harnoncourt gründet gemeinsam mit seiner Frau Alice Harnoncourt das Ensemble Concentus Musicus Wien
- Der Malteserorden und der Caritasverband gründen den Malteser Hilfsdienst

Katastrophen


- 5. Januar: Nutt's Corner, Belfast, Irland. Nach einem planmäßigen Flug von Northolt stürzte eine Vickers Viking neben der Landebahn ab. 30 Menschen starben, 9 überlebten das Unglück
- 1. Februar: Hollandsturmflut in den Niederlanden (Mündungsgebiet von Rhein, Maas und Schelde). 1482 Menschen kommen ums Leben
- 3. März: Auf einem Überführungsflug verunglückte eine Comet der Canadian Pacific beim Start in Karatschi. Alle 11 Insassen kamen ums Leben. Dies war der erste tödliche Unfall eines Passagier-Jets
- 18. März: Ein Erdbeben in der Westtürkei tötet 250 Menschen
- 2. Mai: Kalkutta, Indien. Eine Comet der BOAC zerbrach in der Luft, während eines starken Monsunregens, 14 Minuten nach dem Start vom Flughafen Kalkutta. Alle 43 Personen starben
- 18. Juni: Tokio, Japan. Eine C-124 der U.S. Air Force verunglückte. 129 Personen starben
- 14. Oktober: Frankfurt am Main, Deutschland. Ein Flugzeug verliert Treibstoff während des Starts und verunglückt. Alle 44 Menschen an Bord sterben

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Die International DN Ice Yacht Racing Association (IDNIYRA) wird gegründet
- 29. Mai: Erstbesteigung des 8.844 m hohen Mount Everest durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay
- 3. Juli: Erstbesteigung des Nanga Parbat, den neunthöchsten Berges der Erde durch Hermann Buhl

Sonstiges


- 27. Oktober: Der Holzsendeturm des Rundfunksenders Wiederau wird gesprengt

Geboren


- 5. Januar: George Tenet, Direktor der CIA
- 6. Januar: Malcolm Young, australischer Musiker
- 6. Januar: Manfred Kaltz, deutscher Fußballspieler und Nationalspieler
- 6. Januar: Thomas Mirow, deutscher Politiker
- 7. Januar: Dieter-Lebrecht Koch, deutscher Europaabgeordneter
- 7. Januar: Dieter Hoeneß, Profi-Fußballer und Manager von Hertha BSC Berlin
- 7. Januar: Robert Longo, US-amerikanischer Künstler
- 9. Januar: Danny Morrison, nordirischer Journalist und Schriftsteller
- 10. Januar: Guido Kratschmer, deutscher Leichtathlet
- 10. Januar: Pat Benatar, US-amerikanische Rock-Sängerin
- 12. Januar: Friedrich Ostendorff, deutscher Politiker und MdB
- 14. Januar: Wolfgang Böck, österreichischer Schauspieler
- 15. Januar: Kent Hovind, US-amerikanischer Kreationist
- 16. Januar: Reinhard Jirgl, deutsche Schriftsteller
- 16. Januar: Reinhard Göhner, deutscher Politiker
- 19. Januar: Jürgen Gelsdorf, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 19. Januar: Holger Rupprecht, Bildungsminister von Brandenburg
- 20. Januar: Marita Breuer, deutsche Schauspielerin
- 20. Januar: Hermann-Josef Arentz, deutscher Politiker und MdL
- 21. Januar: Paul Allen, Unternehmer
- 22. Januar: Winfried Berkemeier, deutscher Fußballspieler
- 22. Januar: Myung-Whun Chung, südkoreanischer Dirigent und Pianist
- 22. Januar: Jim Jarmusch, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent
- 23. Januar: Antonio Villaraigosa, Bürgermeister Los Angeles, USA
- 23. Januar: Alister McGrath, Professor für historische Theologie in Oxford
- 24. Januar: Ulrich Holbein, deutscher Schriftsteller
- 26. Januar: Reinhard Bütikofer, deutscher Politiker
- 26. Januar: Robertas Sutkus, litauischer Schach-Großmeister im Fernschach
- 26. Januar: Anders Fogh Rasmussen, Ministerpräsident von Dänemark
- 26. Januar: Lucinda Williams, US-amerikanische Sängerin und Liedtexterin
- 28. Januar: Chris Carter (Musiker), Gründungsmitglied des Musikprojektes Throbbing Gristle
- 31. Januar: Andreas Lukoschik, deutscher Fernsehmoderator, Schauspieler und Autor
- 31. Januar: Gertrude Lübbe-Wolff, Richterin am Bundesverfassungsgericht
- 1. Februar: Jerzy Potz, polnischer Eishockeyspieler und -trainer († 2000)
- 2. Februar: Louis Sclavis, französischer Klarinettist, Saxophonist, Komponist und Bandleader
- 2. Februar: Wolfgang Wahlster, Informatiker
- 3. Februar: Ferdinand Schmatz, österreichischer Schriftsteller
- 4. Februar: Ulrike Längle, österreichische Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin
- 5. Februar: Gerhard Oppitz, deutscher Pianist
- 5. Februar: Xaver Paul Thoma, Komponist für Neue Musik
- 8. Februar: Donnie Munro, schottischer Musiker
- 8. Februar: Mary Steenburgen, US-amerikanische Schauspielerin
- 10. Februar: John Shirley, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 11. Februar: Jeb Bush, US-amerikanischer Politiker, Gouverneur von Florida
- 14. Februar: Hans Krankl, Fußballer, Sänger
- 16. Februar: Roberta Williams, Designerin für Computerspiele
- 17. Februar: Alexandra Dinges-Dierig, deutsche Politikerin
- 19. Februar: Barbara Schnitzler, deutsche Schauspielerin
- 20. Februar: Riccardo Chailly, italienenischer Dirigent
- 21. Februar: Dagmar Roth-Behrendt, deutsche Politikerin und Mitglied des EU-Parlaments
- 21. Februar: Christine Ebersole, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 21. Februar: William Petersen, US-amerikanischer Schauspieler und Produzent
- 22. Februar: Evelyn Kaufer, deutsche Leichtathletin
- 25. Februar: Martin Kippenberger, deutscher Maler und Installationskünstler († 1997)
- 25. Februar: José María Aznar, spanischer Politiker, Ministerpräsident
- 28. Februar: Gabriele Hiller-Ohm, deutsche Politikerin
- 28. Februar: Falko Daim, österreichischer Archäologe
- 28. Februar: Franz Voves, österreichischer Politiker
- 28. Februar: Paul Krugman, US-amerikanischer Ökonom und Schriftsteller
- 1. März: Rolf Danneberg, deutscher Leichtathlet
- 1. März: Klaus Wanninger, Schriftsteller und Theologe
- 2. März: Petra Wernicke, deutsche Politikerin
- 3. März: Zico, brasilianischer Fußballspieler; Trainer der japanischen Fußball-Nationalmannschaft
- 3. März: Dagmar Freitag, deutsche Politikerin und MdB
- 3. März: Josef Winkler (Autor), österreichischer Schriftsteller
- 4. März: Lothar Kremershof, Eishockeyspieler († 2003)
- 5. März: Gardi Hutter, deutschSchweizer Schauspielerin und Autorin
- 5. März: Richard Sanderson, Sänger
- 6. März: Wolfgang Grams, Terrorist der Roten Armee Fraktion (RAF) († 1993)
- 7. März: Siw Inger, schwedische Sängerin
- 9. März: Horst Rasch, deutscher Politiker
- 9. März: Anna Henkel-Grönemeyer, Schauspielerin († 1998)
- 10. März: Paul Haggis, kanadischer Drehbuchautor, Filmproduzent und Regisseur
- 10. März: Cho Hun Hyeon, südkoreanischer Go-Profi
- 10. März: Ronnie Earl, US-amerikanischer Blues-Gitarrist
- 11. März: Willi Winter, Kabarettist
- 12. März: Alwin Fitting, deutscher Arbeitnehmervertreter der RWE Power AG
- 12. März: Jürgen Fritz, deutscher Keyboarder
- 12. März: Ron Jeremy, US-amerikanischen Pornodarsteller
- 15. März: Kumba Ialá, demokratisch gewählter Präsident von Guinea-Bissau
- 15. März: Karl Heinrich Wüthrich, Schweizer Jurist
- 16. März: Rainer Knaak, deutscher Schachspieler
- 16. März: Richard Stallman, Gründer des GNU-Projektes
- 18. März: Harald Schartau, deutscher Politiker
- 19. März: Hans Rinn, ehemaliger deutscher Rennrodler
- 24. März: Mathias Richling, deutscher Kabarettist, Autor und Schauspieler
- 26. März: René Weller, ehemaliger deutscher Boxer
- 26. März: Tatjana Prowidochina, russische Leichtathletin und Olympionikin
- 27. März: Annemarie Moser-Pröll, österreichische Skiläuferin
- 28. März: Melchior Ndadaye, burundischer Politiker († 1993)
- 29. März: Joergen Emborg, dänischer Jazzpianist und -Komponist
- 29. März: Georg Klein, deutscher Schriftsteller
- 29. März: Eberhard Schockenhoff, Professor für Moraltheologie und Mitglied im Nationalen Ethikrat
- 29. März: Margit Weihnert, sächsische Politikerin und Diplomagrarpädagogin
- 1. April: Barry Sonnenfeld, US-amerikanischer Kameramann und Filmregisseur
- 6. April: Patrick Doyle, britischer Komponist
- 6. April: Christopher Franke, Pionier der Elektronischen Musik
- 8. April: Heinrich Meier (Philosoph), deutscher Philosoph
- 10. April: David Moorcroft, britischer Leichtathlet
- 10. April: Heiner Lauterbach, deutscher Schauspieler
- 11. April: Andrew Wiles, britischer Mathematiker
- 11. April: Elvira Possekel, deutsche Leichtathletin
- 11. April: Guy Verhofstadt, Premierminister Belgiens
- 12. April: Reinhard Gerer, österreichischer Koch
- 14. April: Matthias Frings, Journalist, Fernsehmoderator und Schriftsteller
- 17. April: Frithjof Schmidt, deutscher Europaabgeordneter
- 19. April: Sara Simeoni, ehemalige italienische Leichtathletin
- 20. April: Marie-Luise Dött, Politikerin und MdB
- 22. April: Thommie Bayer, deutscher Schriftsteller, Musiker und Maler
- 25. April: Giorgio Battistelli, italienischer Avantgarde-Komponist
- 25. April: Jakob Paul Gillmann, Schweizer Schriftsteller und Vermessungsingenieur
- 28. April: Kim Gordon, Bassistin, Sängerin, Gitarristin
- 28. April: Roberto Bolaño, chilenischer Schriftsteller († 2003)
- 29. April: Karin Jöns, deutsche Europaabgeordnete
- 29. April: Jan A. P. Kaczmarek, polnischer Komponist
- 30. April: Merrill Osmond, US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
- 1. Mai: Detlev Samland, deutscher Politiker
- 2. Mai: Waleri Abissalowitsch Gergijew, russischer Dirigent
- 2. Mai: Domitien Ndayizeye, Staatspräsident von Burundi seit 2003
- 5. Mai: Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG
- 6. Mai: Tony Blair, britischer Politiker und Premierminister
- 6. Mai: Paul Rübig, österreichischer Politiker
- 6. Mai: Graeme Souness, schottischer Fußballspieler und Fußballtrainer
- 8. Mai: Alex Van Halen, Schlagzeuger und Perkussionist
- 9. Mai: Johannes Singhammer, deutscher Politiker
- 10. Mai: Silke Stokar von Neuforn, deutsche Politikerin
- 10. Mai: Ralf Rothmann, deutscher Schriftsteller
- 11. Mai: Helma Orosz, deutsche Politikerin
- 11. Mai: Thomas Middelhoff, Vorsitzender des Vorstandes der Bertelsmann AG
- 14. Mai: Norodom Sihamoni, König von Kambodscha
- 15. Mai: Mike Oldfield, Multi-Instrumentalist und Komponist
- 15. Mai: Jacques Cornu, Schweizer Motorrad-Strassenrennfahrer
- 16. Mai: Pierce Brosnan, irischer Schauspieler
- 16. Mai: Kitanoumi Toshimitsu, japanischer Sumo-ringer und der 55. Yokozuna
- 17. Mai: Rolf Gnadl, deutscher Politiker, seit 1992 Landrat des Wetteraukreises
- 18. Mai: Renée Schröder, Biochemikerin
- 20. Mai: Roland Gerber, deutscher Fußballspieler
- 20. Mai: Dick Decloe, kanadischer Eishockeyspieler
- 22. Mai: Doris Barnett, deutsche Politikerin, MdB
- 22. Mai: Helmut Holter, deutscher Politiker
- 22. Mai: Bum-Kun Cha, südkoreanischer Fußball-Nationalspieler
- 24. Mai: Nell Campbell, australische Schauspielerin und Sängerin
- 24. Mai: Alfred Molina, britischer Schauspieler
- 25. Mai: Daniel Passarella, argentinischer Fußballer
- 25. Mai: Gaetano Scirea, Fußballspieler († 1989)
- 29. Mai: Danny Elfman, US-amerikanischer Film-Musikkomponist
- 30. Mai: Eduard Stapel, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD)
- 31. Mai: Bruno Frick, Schweizer Politiker der (CVP)
- 1. Juni: Caspar Memering, deutscher Fußballspieler
- 2. Juni: Cornel West, Intellektueller afro-amerikanischer Herkunft
- 3. Juni: Martin Bartenstein, Unternehmer, Minister
- 8. Juni: Bonnie Tyler, walisische Sängerin
- 10. Juni: John Edwards (USA), US-amerikanischer Politiker, Senator von North Carolina
- 11. Juni: Wera Jakowlewna Komissowa, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 13. Juni: Tim Allen, US-amerikanischer Schauspieler
- 15. Juni: Antonia Rados, österreichische Fernsehjournalistin
- 16. Juni: Malcom Mortimore, Musiker
- 20. Juni: Ulrich Mühe, deutscher Schauspieler
- 21. Juni: Benazir Bhutto, Regierungschefin von Pakistan
- 21. Juni: Gabor Gergely, ungarischer Tischtennisspieler
- 22. Juni: Cyndi Lauper, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 23. Juni: Nicola Calipari, Mitarbeiter des italienischen Auslandsgeheimdiensts SISMI († 2005)
- 25. Juni: Udo Samel, deutscher Schauspieler
- 25. Juni: Patrick Roth, deutscher Schriftsteller und Regisseur
- 26. Juni: Paul Simonon, englischer Punk-Musiker von The Clash
- 26. Juni: Magnus F. Andersson, schwedischer Komponist und Posaunist
- 27. Juni: Hans Reckers, ehem. Präsident der LZB Hessen
- 1. Juli: Jadranka Kosor, kroatische Politikerin und Journalistin
- 1. Juli: Peter Baumgartner, Professor für Wirtschaftspädagogik
- 5. Juli: Jörg Tauss, deutscher Politiker und MdB
- 13. Juli: Johnny Clegg, britischer Gitarrist, Sänger, Tänzer und Komponist
- 14. Juli: Bebe Buell, eine amerikanische Musikerin und ein ehemaliges Fotomodell
- 15. Juli: John Denham (Politiker), britischer Parlamentarier
- 15. Juli: Jean-Bertrand Aristide, ehemaliger Staatspräsident Haitis
- 16. Juli: Andrea Wolfmayr, österreichische Schriftstellerin und Politikerin
- 17. Juli: Robin Merrill, englischer Sänger, Filmschauspieler, Fernsehmoderator
- 18. Juli: Bernhard Koloczek, Richter am deutschen Bundessozialgericht
- 20. Juli: Thomas L. Friedman, US-amerikanischer Journalist
- 21. Juli: Thomas Emmrich, Bekanntester Tennisspieler der DDR
- 21. Juli: Harald Nickel, deutscher Fußballspieler
- 22. Juli: Peter Ehmke, deutscher Fußballspieler
- 23. Juli: Matthias Brücken, deutscher Fußballspieler
- 24. Juli: Ute Berg, deutsche Politikerin, MdB
- 24. Juli: Jon Faddis, US-amerikanischer Jazztrompeter, Bandleader und Komponist
- 26. Juli: Felix Magath, deutscher Fußballtrainer und -spieler
- 27. Juli: Christoph Kotanko, österreichischer Journalist
- 28. Juli: Krista Sager, deutsche Politikerin
- 29. Juli: Geddy Lee, kanadischer Musiker
- 29. Juli: Teresa Orlowski, Produzentin von Pornografie und ehemalige Pornodarstellerin
- 29. Juli: Ken Burns, US-amerikanischer Regisseur
- 30. Juli: Heribert Prantl, deutscher Journalist
- 31. Juli: James Read, US-amerikanischer Schauspieler
- 2. August: Peter-Michael Kolbe, deutscher Ruderer
- 6. August: Monica Morell, Schweizer Schlagersängerin
- 8. August: Nigel Mansell, britischer Rennfahrer
- 8. August: Rolf Beilschmidt, deutscher Leichtathlet
- 8. August: Grégoire Solotareff, französischer Autor und Illustrator von Kinderbüchern
- 9. August: Carl-Ludwig Thiele, deutscher Politiker
- 9. August: Robert Cray, US-amerikanischer Blues-Gitarrist und -Sänger
- 11. August: Wolfgang Hohlbein, deutscher Schriftsteller
- 11. August: Hulk Hogan, Profi-Wrestler und Schauspieler
- 12. August: Carlos Mesa, bolivianischer Politiker
- 12. August: Franz Posch, österreichischer Volksmusiker
- 13. August: Jimmy McCulloch, britischer Musiker († 1979)
- 13. August: Carla Bodendorf, deutsche Leichtathletin
- 14. August: Ulla Meinecke, Vertreterin des deutschsprachigen Chansons
- 15. August: Mark Thatcher, britischer Unternehmer
- 15. August: Joaquin Montanes, Fußballspieler
- 17. August: Herta Müller, deutsche Schriftstellerin
- 17. August: Manfred Kolbe, deutscher Politiker und MdB
- 19. August: Nanni Moretti, italienischer Regisseur, Produzent und Schauspieler
- 24. August: Elfi Zinn, deutsche Leichtathletin
- 24. August: Sascha Anderson, deutscher Lyriker und Prosaautor
- 26. August: Paolo Di Lauro, Anführer der italienischen Camorra
- 27. August: Gabriele Haefs, eine deutsche literarische Übersetzerin
- 27. August: Alex Lifeson, kanadischer Musiker
- 27. August: Willy de Ville, Rockmusiker, Bluesmusiker
- 28. August: Ditmar Jakobs, deutscher Fußballspieler
- 30. August: Werner Schnappauf, bayerischer Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- 1. September: Ahmad Schah Massoud, Mujaheddin-Kämpfer Afghanistans († 2001)
- 2. September: Gerhard Thiele, deutscher Astronaut
- 2. September: John Zorn, US-amerikanischer Komponist und Bandleader
- 3. September: Jean-Pierre Jeunet, französischer Regisseur
- 4. September: Fatih Terim, türkischer Fußballspieler und Trainer
- 6. September: Herwig Mitteregger, Schlagzeuger und Sänger
- 10. September: Amy Irving, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. September: Günther Krause, deutscher Politiker
- 14. September: Uli Becker (Schriftsteller), deutscher Schriftsteller
- 17. September: Lale Akgün, deutsche Politikerin
- 19. September: Grażyna Szapołowska, Schauspielerin
- 20. September: Joachim Unseld, deutscher Verleger
- 20. September: Renato Curi, italienischer Fußballspieler († 1977)
- 20. September: Ricardo Moar, spanischer Fußball-Funktionär
- 21. September: Reinhard Marx, Bischof
- 22. September: Ségolène Royal, französische Politikerin
- 23. September: Vera Dominke, deutsche Politikerin und MdB
- 27. September: Claudio Gentile, italienischer Fußballer und Trainer
- 28. September: Gerold Reichenbach, deutscher Politiker, sowie MdB
- 28. September: Otmar Hasler, Regierungschef des Fürstentums Liechtenstein
- 30. September: Deborah Allen, US-amerikanische Country-Musikerin
- 1. Oktober: Klaus Wowereit, deutscher Politiker, Regierender Bürgermeister von Berlin
- 1. Oktober: Grete Waitz, norwegische Leichtathletin und Sportlegende
- 4. Oktober: Birgit Fischer (Politikerin), deutsche Politikerin und MdB
- 4. Oktober: Andreas Vollenweider, Schweizer Musiker und Komponist
- 7. Oktober: Ronald Worm, deutscher Fußballspieler
- 7. Oktober: Tico Torres, Schlagzeuger der Rockband Bon Jovi
- 9. Oktober: Helmut Roleder, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 9. Oktober: Tony Shalhoub, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Oktober: Midge Ure, Rock-Gitarrist, Sänger und Songschreiber
- 11. Oktober: David Morse, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. Oktober: Willi Thomczyk, deutscher Schauspieler
- 15. Oktober: Günther Oettinger, deutscher Politiker, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
- 15. Oktober: Tito Jackson, US-amerikanischer Sänger
- 16. Oktober: Falcão, brasilianischer Fußballspieler
- 16. Oktober: Tony Carey, US-amerikanischer Rockmusiker
- 17. Oktober: Roger de Weck, Schweizer Publizist
- 20. Oktober: Tom Petty, US-amerikanischer Musiker
- 21. Oktober: Peter Mandelson, britischer Politiker der Labour Party
- 21. Oktober: Keith Green, Sänger und Komponist († 1982)
- 23. Oktober: Joaquín Lavín, chilenischer Politiker
- 24. Oktober: Christoph Daum, deutscher Fußballtrainer
- 27. Oktober: Ruedi Lais, Schweizer Politiker
- 27. Oktober: Robert Picardo, US-amerikanischer Schauspieler
- 28. Oktober: Desmond Child, US-amerikanischer Songwriter, Komponist und Produzent
- 30. Oktober: Charles Martin Smith, US-amerikanischer Schauspieler
- 3. November: Jürgen Straub, deutscher Leichtathlet
- 3. November: Kate Capshaw, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 4. November: Tina Theune-Meyer, Bundestrainerin der deutschen Damen-Fußballnationalmannschaft
- 6. November: Reinhard Hauke, Dompfarrer, Weihbischof
- 6. November: Ron Underwood, US-amerikanischer Regisseur
- 7. November: Ursula Kamizuru, deutsche Tischtennisspielerin
- 7. November: Ottfried Fischer, deutscher Schauspieler und Kabarettist

Rio de Janeiro

Rio de Janeiro ist die zweitgrößte Stadt Brasiliens und Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Sie liegt an der Guanabara-Bucht im Südosten des Landes. Der Name (port. für „Fluss des Januar“) entstand, weil André Gonçalves am 1. Januar 1502 die Bucht entdeckte und irrtümlich für die Mündung eines großen Flusses hielt. In der eigentlichen Stadt leben 6.023.699 Einwohner und 11.719.708 in der Agglomeration (Stand jeweils 1. Januar 2005). Von 1763 bis 1960 war Rio de Janeiro die Hauptstadt Brasiliens und trat danach diese Funktion an Brasília ab, bleibt aber nach São Paulo bedeutendstes Handels- und Finanzzentrum des Landes. Die Bewohner der Stadt nennt man Cariocas, nach einem Wort aus dem Tupí-Guaraní (der Sprache der Eingeborenen), welches „Hütte des weißen Mannes“ bedeutet. Wahrzeichen von Rio de Janeiro sind der Zuckerhut, die 38 Meter hohe Christusfigur auf dem Gipfel des Corcovado und die Copacabana, die als einer der schönsten Strände der Welt gilt. Die Stadt ist auch bekannt wegen des jährlich stattfindenden Karnevals von Rio. Die vielfarbige Parade der Sambaschulen gehört zu den größten Paraden der Welt.

Geografie

Geografische Lage

Karnevals von Rio Rio de Janeiro liegt unmittelbar nördlich des südlichen Wendekreises, eingebettet zwischen dem Atlantik im Süden, der Guanabara-Bucht, im Osten und den Ausläufern der Serra do Mar, einem Teil des zentralbrasilianischen Hochlandes, im Norden und Westen durchschnittlich 31 Meter über dem Meeresspiegel. Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 1.260 Quadratkilometern und ist geprägt durch die Buchten und Strände entlang der Ufer, sowie durch Morros genannte Granithügel, die zu den Ausläufern der Serra do Mar gehören. Zu diesen Granithügeln gehören auch die beiden Wahrzeichen Rios, der 394 Meter hohe Zuckerhut, unmittelbar auf einer Halbinsel in der Guanabara-Bucht gelegen, sowie der 704 Meter hohe Corcovado mit der Christus-Statue auf dem Gipfel. Der höchste Punkt des Stadtgebietes ist der 1.022 Meter hohe Pico da Tijuca, der inmitten eines ausgedehnten Naturschutzgebietes liegt. Durch eine Hügelkette wird das Stadtgebiet in zwei Teile getrennt, dem entlang der Atlantikküste liegenden Stadtteil Süd-Rio mit den berühmten Strandbezirken Ipanema und Copacabana und dem nördlichen Teil mit dem historischen Stadtzentrum, dem heutigen Geschäftszentrum sowie den neueren Stadtteilen im Norden.

Stadtgliederung

Rio de Janeiro gliedert sich in vier Verwaltungszonen (zonas): Zentrum und Hafen (Centro e Portuária), Norden (Norte), Süden (Sul) und Westen (Oeste). Diese teilen sich in 65 Stadtbezirke (subprefeituras). Zentrum und Hafen Copacabana Caju - Gamboa - Estácio - Lapa - Santa Teresa - Santo Cristo - Saúde Norden Água Santa - Alto da Boa Vista - Andaraí - Bonsucesso - Cascadura - Encantado - Engenho de Dentro - Engenho Novo - Fundão - Grajaú - Ilha do Governador - Madureira - Mangueira - Manguinhos - Maracanã - Marechal Hermes - Maria da Graça - Méier - Pavuna - Penha - Piedade - Ramos - Realengo - Riachuelo - Sampaio - São Cristóvão - Tijuca - Triagem - Vila Isabel - Vila Valqueire Süden Arpoador - Bairro de Fátima - Botafogo - Catete - Copacabana - Cosme Velho - Flamengo - Gávea - Glória - Humaitá - Ipanema - Jardim Botânico - Lagoa - Laranjeiras - Leblon - Leme - São Conrado - Urca Westen Bangu - Barra da Tijuca (oft auch kurz Barra genannt) - Campo Grande - Jacarepaguá - Paciência - Recreio dos Bandeirantes - Santa Cruz - Senador Camará - Taquara - Vargem Grande

Klima

Vargem Grande Auf Grund der Lage Rios in den niederen Breiten, am Atlantischen Ozean und an der Guanabara-Bucht ist das Klima der Stadt tropisch mit zwölf humiden Monaten. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 22,6 Grad Celsius bei nur geringen monatlichen Abweichungen (Höchsttemperatur im Januar/Februar: 25,5 Grad Celsius, Tiefsttemperatur im Juli: 20,2 Grad Celsius) und einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von circa 1.100 Millimetern. Die höchsten Niederschläge fallen in den Monaten Dezember bis April, wenn auf der Südhalbkugel Sommer ist.

Geschichte

Kolonialzeit

humid Entsprechend dem Vertrag von Tordesillas erhoben die Portugiesen Anspruch auf das 1500 entdeckte Gebiet des heutigen Brasiliens, der aber von den Franzosen nicht anerkannt wurde, die daraufhin 1555 am Ort des heutigen Rio de Janeiro die Stadt France antartique gründeten. Zu jener Zeit lebten in dieser Region Tupi-Indianer. Erst zehn Jahre später, 1565, wurden die Franzosen durch die Portugiesen von dort vertrieben und der Name der Stadt in São Sebastião do Rio de Janeiro geändert. 1680 wurde Rio de Janeiro Hauptstadt der südlichen Regionen Brasiliens; zu dieser Zeit war die Siedlung mit rund 4.000 Einwohnern eine der wichtigsten portugiesischen Stützpunkte auf brasilianischem Gebiet. Seit 1700 entwickelte sich Rio de Janeiro zur wichtigsten Hafenstadt in Brasilien, vor allem ausgelöst durch Goldfunde in der benachbarten Region Minas Gerais. Obwohl die Stadt 1710/1711 von den Franzosen angegriffen und besetzt wurde und nur gegen ein hohes Lösegeld den Abzug der Franzosen erreichen konnte, erholte sie sich in den nachfolgenden Jahren rasch und wurde 1763 zur Hauptstadt des Vizekönigreiches Brasilien. Einen weiteren Bedeutungsgewinn erfuhr Rio de Janeiro 1808, als der portugiesische Hof nach dem Angriff Napoleons auf Portugal dorthin flüchtete. Im Zuge dessen wurden viele koloniale Restriktionen aufgehoben, wodurch die wirtschaftliche Entwicklung stark gefördert und eine Bevölkerungsexplosion ausgelöst wurde, die bis in die 1980er anhielt. Innerhalb von knapp hundert Jahren stieg die Bevölkerungszahl der Stadt auf über 500.000 Einwohner (1891) an und erreichte bis 1980 circa fünf Millionen.

Unabhängigkeit

1980 Als sich 1822, nach der Rückkehr des portugiesischen Hofes nach Portugal, Brasilien unter dem Prinzen Dom Pedro IV. zu einem unabhängigen Kaiserreich erklärte, behielt Rio de Janeiro den Status als Hauptstadt, in welcher der Prinz nun als Kaiser Dom Pedro I. residierte. Aufgrund von Thronfolgestreitigkeiten in Portugal und innenpolitischen Problemen in Brasilien dankte er 1831 ab und ließ seinen minderjährigen Sohn zurück. Dieser bestieg als Dom Pedro II. im Jahre 1840 den Thron. Er initiierte u. a. den Bau einer Eisenbahn, deren erster Abschnitt1858 in Rio de Janeiro eröffnet wurde. Auch als 1889 Brasilien nach einem Militärputsch zur Republik wurde, blieb Rio de Janeiro Hauptstadt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebte Rio de Janeiro eine gesellschaftliche Blüte, da die Stadt für Filmstars und die internationale High Society zum Anlaufpunkt wurde. In diese Zeit fällt auch die Entstehung des brasilianischen Jazz Bossa Nova, der durch Lieder wie zum Beispiel Garota de Ipanema/The Girl from Ipanema, gesungen von Antônio Carlos Jobim, weltberühmt wurde. Durch das Aufkommen des Massentourismus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich insbesondere das Bild der strandnahen Stadtteile stark verändert, das heute vor allem durch zahlreiche Hotels geprägt ist, während die vom Meer weiter entfernteren Stadtteile vor allem durch die zunehmende Verslumung geprägt wurden. Erst 1960 verlor Rio de Janeiro den Status als Hauptstadt an die unter Juscelino Kubitschek neu gebaute Stadt Brasilia. Gleichzeitig wurde die Stadt Rio de Janeiro zum eigenständigen Stadtstaat Guanabara, der 1975 mit dem Bundesstaat Rio de Janeiro zusammengeführt wurde. Die Stadt wurde dabei zur Hauptstadt des neuen Bundesstaates. Internationale politische Beachtung errang die Stadt nochmals 1992 als dort der UN-Umweltgipfel abgehalten wurde.

Einwohnerentwicklung

UN-Umweltgipfel Mit der Entwicklung von Industrie und Handel in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg erfolgte eine umfangreiche Zuwanderung von Menschen aus dem Landesinneren, und Rio de Janeiro dehnte sich stark aus. Die Einwohnerzahl der Stadt hat sich seit Mitte der 1950er Jahre auf heute sechs Millionen verdoppelt. Das Wachstum geht sowohl auf Zuwanderung als auch auf Geburtenüberschuss zurück. Die gesellschaftliche Situation Rio de Janeiros ist zum einen geprägt durch die für Brasilien typische große Toleranz zwischen den verschiedenen Ethnien sowie durch den ausgesprochen jungen Altersdurchschnitt (mehr als 25 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 18 Jahre, über 87 Prozent sind unter 60). Auf der anderen Seite besteht das Hauptproblem der Stadt in den dramatischen Unterschieden der sozialen Situation der Einwohner. An den Hängen der Stadt befinden sich die aus ärmlichen Behausungen bestehenden Gebiete, die als Favelas bekannt sind, während die vornehmeren Wohngebiete im Süden, nahe den Stränden an der Atlantikküste, wie Copacabana, Ipanema und Leblon liegen. In der größten Favela von Südamerika, am Südrand der Stadt, leben allein 200.000 Einwohner der Stadt unter teilweise katastrophalen Bedingungen, wie Armut oder extrem hoher Kriminalitätsrate. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1929 handelt es sich meist um Schätzungen, von 1940 bis 2000 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Kriminalitätsrate

Entwicklung der Wohnsituation

Kriminalitätsrate Die Dynamik durch den immensen Bevölkerungsdruck seit Mitte des 20. Jahrhunderts bewirkte insgesamt eine explosive unkontrollierte Expansion Rio de Janeiros. Die Planung konnte mit diesen Veränderungen nicht mithalten. Täglich entstanden an der Peripherie unzählige irreguläre Siedlungen („Loteamentos irregulares“) und illegale Siedlungen (Favelas). Ein Viertel der Menschen in der Stadt leben in diesen Elendsquartieren. Heute erstrecken sich rund um ein hochverdichtetes Stadtzentrum weitläufige zersiedelte Peripherien mit geringer städtischer Infrastruktur. Die informelle Bautätigkeit ist für einen überwiegenden Teil der Einwohner Rio de Janeiros die einzige Möglichkeit, an Wohnraum zu kommen. Die unadequate Wohnsituation der Bevölkerung und die zahlreichen ökologischen Probleme haben die Regierenden in die Verantwortung gezogen, über eine neue Stadtplanungspolitik nachzudenken.

Politik

Infrastruktur Seit 2001 ist César Maia (PFL) Bürgermeister von Rio de Janeiro, er wurde bei den Kommunalwahlen im Oktober 2004 mit 50,1 Prozent der Stimmen wieder gewählt. Maia konnte nach 1992 und 2000 bereits zum dritten Mal eine Wahl gewinnen. Dabei hatte die Parteizugehörigkeit von Maia keine Bedeutung, nachdem er bei früheren Wahlen für andere Parteien angetreten war. Cesar Maia selbst war bereits dreimal Kandidat, hat aber 1996, als es gesetzlich noch keine Möglichkeit der Wiederwahl gab, den späteren Wahlsieger gekürt und den Wahlkampf praktisch mit seinem eigenen Namen geführt. Innerhalb seiner Partei hat er nun eine herausragende Position. Es wird erwartet, dass er sich noch viel deutlicher auch zu Themen von bundespolitischem Interesse äußern wird. Da Cesar Maia als Bürgermeister nicht wiedergewählt werden kann, wird angenommen, dass er im Jahre 2006 bei den Gouverneurs- oder Präsidentschafts- und Parlamentswahlen eine politische Spitzenposition anstreben wird. Die Kommunalpolitik hat neben der Bundes- und Landesebene einen zunehmenden Einfluss auf das Leben der Bürger Rio de Janeiros. Die Bürgermeister werden in allgemeinen, direkten Wahlen für vier Jahre im Amt gewählt. Der Wahlkampf auf kommunaler Ebene wird weitgehend von Personen und lokalen Themen beeinflusst. Die Wahlbeteiligung im Jahre 2004 war wegen der allgemeinen Wahlpflicht im Land sehr hoch, aber Nichtwähler konnten ihre Abwesenheit ohne Probleme und unbürokratisch rechtfertigen. Insgesamt gingen nur 14 Prozent der Wahlberechtigten nicht zur Wahl, weitere sechs Prozent gaben entweder ungültige oder bewusst weiße Stimmzettel ab.

Städtepartnerschaften

Rio de Janeiro unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

2006 Das „Teátro Municipal“ (Nationaltheater) ist das eindrucksvollste Gebäude am „Praça Floriano“, im Stadtteil „Cinelândia“ - dort sind die Oper und das Orchester der Stadt Rio de Janeiro beheimatet. Es wurde zwischen 1905 und 1909 von Francisco de Oliveira Passos errichtet, der sich teilweise von der Pariser Oper inspirieren ließ. Verschiedene Marmor-Arkaden, aber auch Details in Bronze und aus Europa importierte Vitreaus schmücken das stilvolle Gebäude - der Bühnenvorhang wurde von Eliseu Visconti (1866-1944) bemalt und portraitiert insgesamt 75 berühmte Persönlichkeiten aus dem künstlerischen Bereich, wie beispielsweise Carlos Gomes, Rembrandt van Rijn und Richard Wagner. Im Untergeschoss befindet sich das mit Mosaiken ausgestattete Café do Teatro im Assírio-Saal.

Museen

Richard Wagner Richard Wagner]] Die Stadt beherbergt verschiedene Museen (zum Beispiel das „Museu Paço Imperial“ und das „Museu do Indio“). Das „Museu Chácara do Céu“ zeigt Werke Pablo Picassos und anderer moderner Meister wie Henri Mati